Ronald-FromkeÜber michFotoalbumKontaktReiseberichte
Reiseberichte

.

 

 

 

 

 

 

Reisebericht

 

 

 

Wohnmobil-Tour nach Kroatien – Österreich – Deutschland vom 04.07. bis 17.07.2007

 

 

 

Unsere Reise begann am 04.07.07 im Regen. Unterwegs: Regen, Regen, Regen. Als Übernachtungsplatz haben wir uns den Großraum München ausgewählt. Der WoMo-Stellplatz ASCHHEIM erschien uns von der Lage her am besten geeignet. Er liegt nur wenige Kilometer von der Autobahn München – Salzburg entfernt. Nur leider war der Platz durch die PKW`s von Hotelgästen so stark belegt, dass wir keinen Platz mehr fanden. Der Besitzer einer nahe gelegenen Tankstelle erlaubte uns die Übernachtung auf seinem Gelände. Prima, weil gegenüber eine Pizzeria war, also ganz kurze Wege bei dem Regen. Was will man mehr.

 

Über Nacht ließ der Regen nach. Wir konnten gut schlafen und am nächsten Morgen bereits um halb sechs wieder aufbrechen. Pünktlich zum Aufbruch war er wieder da….der Regen! Und er begleitete uns ab jetzt ständig. Die einzigen regenfreien Abschnitte waren die Fahrten durch die Tunnel. Durch das auf der Fahrbahn  stehende Wasser und die vielen Baustellen war an Überholen gar nicht zu denken. Also immer schön hinter den LKW`s her. Absolut nervig. Aber wir hatten ja Zeit.

 

Kurz vor Udine lockerten die Wolken auf, der Regen wurde weniger, und kurz vor Triest war es trocken und die Sonne kam raus.

 

Ab dem Moment, als wir kurz vor Triest in Sistiana die Autobahn verließen und erstmals das Mittelmeer sahen, hatten wir schönstes Sommerwetter.

 

Über die Bundesstraße S 14 fuhren wir an der Küste entlang mit herrlichem Meerblick bis hinunter nach Triest. Sicher hätte es sich gelohnt, die Stadt anzusehen. Aber weil wir unser Tagesziel erreichen wollten, nahmen wir uns die Zeit leider nicht. Aber beim nächsten mal bestimmt!

 

Von Triest ging es weiter über Muggia und Koper/Capodistria. Hier ist die Grenze zwischen Italien und Slowenien. Kurz die Personalausweise vorgezeigt

 

(Slowenien ist ja kein Schengen-Mitgliedsland) und schon ging es weiter. Genau so unkompliziert ging es wenige Kilometer später an der slowenisch-kroatischen Grenze in Portoloso. Noch schnell Geld gewechselt (für einen Euro gab es sieben Kuna) und weiter auf der sehr gut ausgebauten E 751 in Richtung Pula. An der Ausfahrt Novigrad ging es ab Richtung Porec. Hier ist der Campingplatz LANTERNACAMP schon ausgeschildert. Wir ziehen, wenn die Möglichkeit sich bietet, bei Auslandsreisen den Komfort gegenüber einem Stellplatz vor. Außerdem ist das „Wilde Campen“ in Kroatien nicht erlaubt und auch nicht ratsam.

Der Platz ist mit annährend 3000 Stellplätzen einer der größten in Europa. Er ist mit allem ausgestattet, was der Camper so braucht. Der überwiegende Teil der Campinggäste ist aus Deutschland und Skandinavien. Es gibt mehrere Supermärkte, Restaurants und Bistros. Außerdem gibt es im Gelände mehrere Kinderspielplätze, Pools und andere Freizeiteinrichtungen. Die sanitären Einrichtungen werden ständig durch Reinigungspersonal betreut und sind dementsprechend sauber. Die Plätze sind teilweise parzelliert, teilweise unparzelliert auf Wiesengelände. Reservierungen sind möglich. Anreise bis 22.00 Uhr, Abreise bis 13.00 Uhr. Für später Anreisende ist vor der Schranke ausreichend Platz für eine Übernachtung vorhanden.

Wir hatten nicht reserviert und wollten nur 2 Tage bleiben, um uns von der Anreise zu erholen. Wir fanden einen Platz, der noch für 3 Tage zu haben war. Er lag direkt oberhalb der dortigen Bucht (falls mal jemand hinkommen sollte: Nr. 765) mit herrlichem Meerblick. Ideal, um die Seele baumeln zu lassen und in die untergehende Sonne zu schauen. Am Abend kam noch starker Wind auf und es regnete, aber zu der Zeit hielten wir uns gerade im nur wenige Schritte entfernten Restaurant auf, um für verhältnismäßig wenig Geld (Hauptgang bis ca. 10 €) unser sehr gutes, empfehlenswertes Abendessen zu genießen. Danach hatte sich das Wetter wieder beruhigt, und wir ließen den Abend bei einem Bier vor dem WoMo ausklingen.

 

Am nächsten Morgen: Herrlich geschlafen (wir waren ja auch müde!) Frühstück draußen bei herrlichem Sonnenschein. Da meine Frau Helene und ich begeisterte Radfahrer sind, planen wir unsere Tour für diesen Tag und fahren gegen 10.00 Uhr los. An der Rezeption gibt es Rad-Karten, in denen verschieden lange Strecken farblich unterschiedlich eingezeichnet sind. Wir entscheiden uns für eine Tour von etwa 42 Km. Bei dem hügeligen Gelände und ca. 30 Grad im Schatten erscheint es uns für den 1. Tag ausreichend…..und so war es dann auch. Zuerst fuhren wir über kleinere Ortschaften bis nach BAREDINE. Hier gibt es eine Grotte, die nur im Rahmen einer Führung zugänglich ist. Die Führung dauert etwa 40 Minuten. Es geht ca. 60 Meter über eine Treppe hinunter bis zu einem unterirdischem See. Für verschwitzte Radfahrer ist es unten …brrr ! Sehr kühl! Der Preis für die unterirdische Führung beträgt für Erwachsene 45 Kuna, für Kinder 25 Kuna. Gastronomie ist an der Anlage zu vernünftigen Preisen vorhanden, sodass wir unseren Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen konnten. Außerdem gibt es dort auch ein Museum mit alten Traktoren, Dampfmaschinen und Dreschmaschinen.

 

Von dort aus fuhren wir weiter Richtung POREC, der größten Stadt der Region. Die Stadt mit ihren kleinen Gassen und dem Hafen darf man sich nicht entgehen lassen. Wir fanden ein kleines, verstecktes Lokal mit einer für die Region typischen Küche (Meeresfrüchte aller Art). Auch hier waren die Preise noch angemessen. Danach schauten wir uns noch einige Zeit die Stadt, die Strandpromenade und die Marina an (Fischerboote und Yachten jeder Größe), bevor wir unseren Weiterfahrt Richtung Lanterna-Camp antraten. Die Karte war nicht immer einfach zu lesen, aber wir fanden den Weg. Dieser führte uns teilweise, so wie es auch beschrieben war, über Schotterpisten und kurz vor der letzten Ortschaft laut Karte auch über einen kleinen Fluss oder Bach. Zu unserem Erstaunen führte jedoch keine Brücke darüber, sondern nur eine schwer erkennbare Furt von etwa 30 Meter Breite und bis zu 50 cm Tiefe. Aber immerhin war das Wasser angenehm warm. Nur wenig später war der Campingplatz wieder erreicht…genug für heute. Anschließend ein Bad in der angenehm warmen Bucht. Der Strand bestand, wie fast überall in Kroatien (außer der Insel Rab) aus Felsen und Kies, aber das Wasser war kristallklar. Und danach nur noch relaxen. Für heute war es Bewegung genug!!!

 

 

3.Tag: Genau gegenüber unserer Bucht liegt der kleine Fischerort NOVIGRAD. Nach dem Frühstück, welches eigentlich schon ein „Spätstück“ war, beschlossen wir, mit dem Fahrrad hinzufahren. Schlechte Entscheidung! Der Weg war zwar nur etwas über 10 Km weit, weil wir den nördlichen Notausgang des Campingplatzes benutzten (nur für Fußgänger und Radfahrer passierbar) aber beschwerlich. Sieben Km entlang einer Hauptstraße, und davon die Hälfte als anständige Steigung. Wir waren froh, als wir das Ziel erreicht hatten.

 

Der Ort selbst ist wie alle anderen der Region. Kleine gemütliche Kneipen und Restaurants und ein Fischerei- und Yachthafen, der zu diesem Zeitpunkt auch voll belegt war.

 

Auf dem Rückweg entdeckten wir kurz vor dem Campingplatz noch ein kleines Restaurant, dass für eine kleine Zwischenmahlzeit absolut geeignet erschien. Wir bestellten Spaghetti mit Meeresfrüchten. Absolut lecker!!

 

Nachdem wir unseren Platz wieder erreicht hatten, drehten wir noch eine Runde über den riesigen Campingplatz, an dem auch noch eine Appartement-Anlage angeschlossen ist. Und hier stellten wir fest…es gibt vom dortigen Anlegesteg ein Wassertaxi, welches quer über die Bucht für wenig Geld nach Novigrad fährt. Wie hätten das ganze also auch wesentlich einfacher haben können. Aber Bewegung tut ja so gut!!!

 

Am Abend gingen wir dann außerhalb des Platzes zum Spanferkel-Essen und anschließend sahen wir uns noch einen Teil der Animateur-Show an, welche jeden Freitag stattfindet. Danach gings ins Bett, weil wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück weiterfahren wollten.

 

 

Tag 4:  Nach dem Frühstück ging es ans Einräumen, Abbauen und Sichern, dann zum Auschecken an die Rezeption. Danach begann die Fahrt zum neuen Domizil in MEDULIN (Südlichster Ort der Halbinsel Istrien, Fahrtstrecke nur etwa 60 Km)zum CAMP KAZELA. Der größere Teil der Fahrt führte über die gut ausgebaute Schnellstraße bis Pula. Da der Platz in der Nähe von Pula, der größten Stadt der Region liegt, bot es sich an, hier einen Zwischenstopp einzulegen.

 

Pula ist eine interessante Stadt mit einer schönen Altstadt, einem Amphie-Theater wie im alten Rom, nur noch besser erhalten, sowie einem schönen Hafen. Von hier machten wir eine Schiffsfahrt durch den Nationalpark Brijoni (Brionische Inseln, jede Menge kleiner und kleinster Inseln). Die Fahrt dauert ca. zweieinhalb Stunden. In diesem Nationalpark liegt mittendrin eine Insel, die dem damaligen Staatschef  Tito als Sommer-Residenz gedient hat. Heute befindet sich auf dieser Insel immer noch eine militärische Einrichtung. Zutritt ist nicht möglich.

Man hat außerdem die Möglichkeit, an Bord frisch gegrillten Fisch zu essen.

Danach steuerten wir endgültig unser Ziel am Campingplatz Camp Kazela an und suchten uns einen Platz aus. Die Plätze sind nicht parzelliert und teilweise im Schatten, teilweise in der Sonne. Wir fanden nur einen Platz in der Sonne, und das bei über 30 Grad im Schatten. Ganz schön mollig! Der Platz ist mit allem ausgestattet, was der Mensch so braucht. Außerdem gibt es ein Pool-Areal mit 12 kleinen Pools, die allerdings nur zum Abkühlen, nicht zum Schwimmen geeignet sind.

 

 

Tag 5: Es gab wieder ein „Spätstück“ und danach etwas einkaufen und relaxen vor dem WoMo mit einem Buch in der Hand und viel Wasser im Bauch. Zum Radfahren war es einfach noch zu heiß. Erst gegen 17:00 Uhr konnten wir in den Ort fahren und ihn uns an schauen. Dabei stellten wir fest, dass es noch einen anderen, sogar meiner Meinung nach besseren Platz gibt, das Camp Medulin. Aber umziehen wollten wie für die eine Nacht auch nicht mehr.

Tag 6: Am nächsten Morgen wie immer: Einräumen, Verstauen, Abfahrt. Zuerst ging es zurück nach Pula, dann der gelben (nicht der blauen) Ausschilderung nach über die Dörfer zum Fährhafen BRESTOVAC. Bei unserer Ankunft: Horror!! Keine Reservierung und ein ziemlich langer Stau. Aber… die 2 Fähren fahren ohne Fahrplan ständig hin und her. Schon nach 50 Minuten waren wir an Deck. Der Preis für unser Auto: Kategorie 5-7 Meter inklusiv 2 Personen = 260 Kuna. Nach ca. 30 Minuten Überfahrt waren wir auf Cres. Vom Hafen aus der einzigen Hauptstraße folgend ging es durch die Berge. Wahnsinnige Ausblicke mit teilweiser Fahrt durch die Wolkendecke über etwa 27 Km bis kurz vor dem Hauptort der Insel, der ebenfalls CRES heißt. Etwa 1 Km vor dem Ort geht es zum Campingplatz KOVANICE. Ein recht großer Platz, teilweise FKK. Die Plätze sind teilweise parzelliert und unter Olivenbäumen. Deshalb ist auch nicht jeder Platz für jeden nutzbar. Die Plätze in  der Strandnähe, die uns angeboten wurden, konnten wir aufgrund der 3 Meter Höhe unseres Autos nicht nehmen.

 

Es gibt ca. 15 Plätze direkt an der Promenade, die von dieser nur durch eine ca. 1 Meter hohe Mauer getrennt sind. Super Lage! Aber die waren allen reserviert. Also, Reservierung möglich!

Am Abend fuhren wir mit dem Fahrrad in den nur 1 Km entfernten  Ort Cres zum Abendessen. In jedem Lokal gibt es unter anderem….natürlich Fisch! Mein Laibgericht!! Später dann am Platz noch ein (oder zwei?) Glas Rotwein und dann mit der nötigen Bettschwere in die Heia.

 

 

Tag 7: Nach einem vertrödelten Vormittag fuhren wir gegen Mittag an eine Badestelle gegenüber unseres Campingplatzes auf der anderen Seite der Bucht. Die Badestelle liegt ca. 6 km vom Platz entfernt und ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Es handelte sich um neu angelegte Beton-Stege mit Bänken und Liegemöglichkeiten. Es waren nur wenige Badegäste da. Man hat Platz und Ruhe und glasklares Wasser….herrlich!

Für 18:00 Uhr hatten wir die Teilnahme an einer Quad-Tour gebucht. Nach einer kurzen technischen Einweisung ging es los. Wir fuhren zu zweit auf einem Quad. Preis für 2 Stunden 500 Kuna. Wir fuhren in einer Gruppe von 7 Quads, davon 2 Begleiter. Bereits nach wenigen Kilometern begann die „Höllentour“ in die Berge. Über einen Schotterweg, der teilweise schon gar keiner mehr war, ging es rauf und runter. Meine Frau hatte teilweise Mühe, sich richtig an mich zu klammern. Aber die Aussicht war genial. Es ging immer oberhalb der Küste entlang mit Blick aufs Meer. Nach ca. 18 km erreichten wir einen kleinen Fischerort. Hier machten wir einen Zwischenstopp und konnten etwas trinken. Die Getränke waren im Tour-Preis inbegriffen.

 

Zurück ging es dann über die Straße bis nach Cres. Das war Bandscheiben-freundlicher! War eine prima Tour (für mich jedenfalls). Wer Spaß an Offroad-Touren hat, sollte diese unbedingt machen. Um 20:30 waren wir zurück, und nach dem Betanken mussten wir die Quads leider abstellen. Ich hätte es gern behalten!

 

 

Tag 8: Sehr windig und bewölkt heute. Wir planten mal gar nichts für den Tag , sondern griffen uns ein Buch. Erst gegen Nachmittag wurde das Wetter besser und wir konnten noch einen Spaziergang an der Promenade entlang unternehmen. Um 20:00 Uhr waren wir dann noch mit dem Quad-Vermieter verabredet, der mir einige Fotos von unserer „Höllentour“ vom Vortag überspielte.

 

 

Tag 9: Nach dem Frühstück und der üblichen Prozedur ging es weiter nach

 

MALI  LOSINJI, dem südlichsten Ort der Insel Cres. Hier gibt es 2 Campingplätze. Wir entschieden uns für den Platz in CITAK und suchten uns einen Stellplatz direkt am Meer aus. Dieser war leider nur für 2 Tage frei, aber es war der schönste Platz bisher. Uns trennte vom Wasser nur ein Beton-Weg, der durch Badegäste zwar reichlich genutz wurde. Aber es störte uns nicht. Wir hatten vom Liegestuhl aus eine herrliche Aussicht und direkten Zugang zu unserer „Badewanne“. Nachdem wir uns ausgebreitet hatten, fuhren wir mit dem Fahrrad den Weg entlang, der unmittelbar an der Küste um die gesamte Halbinsel ging bis in die Ortsmitte von Mali Losinji (ca. 6 km). Hier fuhr auch die Fähre ab Richtung ZADAR, eine Alternative, wenn man noch weiter auf dem Festland Richtung Süden will. Kosten für ein WoMo etwa 270 Kuna bei einer Fahrtzeit von ca. 6 Stunden. Der Preis hält sich noch in Grenzen. Reservierung in der Saison allerdings 7 Tage vorher oder mit viel Glück am Reisetag. Die Fähre fährt nur 1 mal pro Tag jeweils um 16:30 ab und ist gegen 22:30 in Zadar. Die Verladung beginnt ca. 40 Minuten vor Abfahrt. Die Fähre ist nicht immer pünktlich.

 

Nach der Rückkehr aus Mali Losinji spazierten wir über den Campinplatz (ganz schön hügelig) und gingen am Abend im dortigen Restaurant Essen. Die Preise sind annehmbar. Für ein Menue für 2 Personen (Vorspeise: Calamaris-Risotto, Hauptspeise: gemischte Grillplatte für 2 Personen, Getränke: 4 große Bier) bezahlten wir mit Trinkgeld nur 230 Kuna, umgerechnet also etwa 32 €. Das geht doch, oder?

 

Nach dem Abendessen saßen wir vor dem Auto, sahen uns den Sonnenuntergang an und erfreuten uns am Meeresrauschen. Stunden, die man genießen muss! Es ist einfach schön hier!

 

 

 

 

 

 Tag 10: Beim Meeresrauschen aufgewacht. Wir hatten nichts besonders vor. Deshalb mal alles gaaaanz ruhig angehen lassen. Irgendwann starteten wir zu einem Spaziergang entlang des betonierten Küstenweges. Nach ca. zweieinhalb Stunden waren wir zurück am Platz. Wir stiegen wieder in unsere "Badewanne" direkt vor unserer Haustür und zwischendurch machten wir...nichts! Irgendwann kam wieder die Bettschwere...das war`s.

 

 

 

Tag 11: Leider mussten wir unseren genialen Platz bis 12.00 Uhr räumen, weil er reserviert war. Schweren Herzens räumten wir nach dem Frühstück unsere sieben Sachen zusammen und checkten aus.

 

Wir wollten keinen neuen Platz mehr suchen. Also fuhren wir Richtung Cres zurück, kauften im dortigen Supermarkt noch ein und fuhren dann zur Fähre nach MERAG. Von dort wird übergesetzt auf die Insel KRK ( wer hat bloß die fehlenden Buchstaben geklaut).Nach einer Wartezeit von ca. 45 Minuten waren wir an Deck. Der Preis ist der gleichen wie beim Übersetzen nach Cres, wieder 260 Kuna. Von der Insel Krk aus fährt man Richtung Rijeka über einen Damm (übrigens kostenlos!) und dann kann man sich entscheiden zwischen Italien (Triest) oder Slowenien (Ljubljana). Wir entschieden uns für die ca. 100 km kürzere Strecke über Ljubljana. Ab der kroatisch – slowenischen Grenze fährt man noch etliche Km Landstraße, aber es lässt sich vernünftig fahren. In der Gegenrichtung war übrigens 2 mal ein erheblicher Stau. Aber wir kamen Richtung Österreich gut voran. Nachdem wir die slowenisch-österreichische Grenze passiert hatten, ging es direkt in den Karawanken-Tunnel (7,8 km lang). Der Tunnel ist Maut-pflichtig. Helene ist immer begeistert, wenn wir in längere Tunnel einfahren. Die hat sie so gern wie Zahnweh.

 

Hinter dem Tunnel kurze Zeit später fuhren wir hinter dem Autobahn-Knoten Villach an der Abfahrt Ossiacher See ab Richtung Ossiacher See-Süd. Eigentlich hatten wir uns hier nur einen Übernachtungsplatz ausgeguckt. Aber der Platz In Heiligengestade Platz 1(es gibt noch einen Platz 2)war so schön gelegen und so gut ausgestattet (5 Sterne), das wir uns entschlossen, noch einen Tag länger zu bleiben. Außerdem hatte unsere Radfahrerei in den letzten Tagen ziemlich stark gelitten. Wir beschlossen, am nächsten Tag um den See (ca. 32 km) und in die nähere Umgebung zu fahren.

 

 

Tag 12: Morgens nach dem Frühstück ging es los. Wir fuhren mit dem Rad dem ausgeschilderten Rundweg entlang. Eine schöne Strecke. Nicht direkt am See entlang, aber fast immer in Sichtweite. Dabei stellten wir fest, dass um den See herum alle Ortschaften über mindestens 1 Campingplatz verfügen. Wir hätten uns also nicht unbedingt auf unseren Platz festlegen müssen.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees in Annenheim gibt es eine Seilbahn. Mit dieser fuhren wir auf den Gerlitzen-Gipfel in 1911 m Höhe. Nicht ganz billig, aber es hat sich gelohnt. Für die Fahrt bis ganz hinauf und Rückweg bezahlt man je Person 16,50 €. Auf halber Strecke steigt man um von der 4-Personen-Gondel in den Sessellift. Oben hat man einen herrlichen Blick über das Kärntner Land. Dort befindet sich auch ein Startplatz der Gleitschirm-Flieger. Für 105 € kann man einen Tandem-Flug wagen. Aber uns war nicht der Sinn (und Mut) danach. Nach diesem gigantischen Blick auf Kärnten und den Wörthersee fuhren wir wieder runter und setzten unsere Fahrradtour fort. Nach Ankunft im Restaurant unseres Campingplatzes gab es erstmal ein Weizenbier. Das war nach dieser nicht langen, aber heißen Tour nötig. Anschließend ein schönes Bad im Ossiacher See – sehr erfrischend! Und dann nur noch ruhen – ruhen - ruhen.

 

Nach dem Abendessen ließen wir den Tag nochmals gedanklich vorüberziehen

 

und waren zufrieden mit diesem Teil von Österreich.

 

 

Tag 13: Morgens zum Frühstück gönnte ich mir ein „bayrisches Frühstück“ mit Weiswurst und Semmeln, und dann ging es wieder weiter. Unser Platz war ja leider ab heute wieder reserviert. Sonst hätte es uns noch einen Tag gehalten. Außerdem wollten wir uns noch mit Freunden an der Mosel treffen. Wir starteten also wieder Richtung Deutschland und Richtung Mosel. Unser Ziel war Koblenz. Aber aufgrund von 2 längeren Staus und vielen Baustellen sowie der herrschenden Tagestemperatur von annährend 35 Grad verkürzten wir unsere Strecke und Helene suchte uns einen anderen Übernachtungsplatz im Campingführer. Wir fuhren auf der Autobahn Würzburg-Frankfurt an der Ausfahrt Wertheim / Lengfurt ab Richtung Marktheidenfeld. Nur ca. 2 km nach der Abfahrt fanden wir aufgrund der sehr guten Ausschilderung den Campingplatz Bettingen. Es handelte sich um einen sehr gepflegten kleinen Privatplatz, ideal als Übernachtungsplatz (1 WoMo mit 2 Personen, inkl. Strom und 2x Dusche =16 €) mit einer Badestelle direkt am Main gelegen. Nach der heutigen Tour war das Bad im Main und die anschließende Dusche das höchste, was man sich wünschen konnte

 

Zum Platz gehört ein kleiner gemütlicher Biergarten und ein kleines Lokal mit qualitativ und preislicher guter Küche. Nach dem Essen im Biergarten und 2 herrlichen gezapften Weizenbier (die hatte ich mir als Fahrer redlich verdient, aber Helene als Pfadfinder hatte auch guten Durst) ließen wir den Abend vor dem WoMo ausklingen mit einem letzten kroatischen Bier, welches die Fahrt im Kühlschrank überlebt hatte.

 

 

Tag 14: Zeitig ging es weiter Richtung Frankfurt / Koblenz und dann an die Mosel. Fast jeder Mosel-Ort verfügt über einen WoMo-Stellplatz, viele auch über herrlich gelegene Campingplätze. Unser Ziel war der Campingplatz in Riol, ca 15 km vor Trier, wo wir am späten Nachmittag eintrafen. Hier verbrachten wir als Urlaubs-Abschluß noch 3 schöne Tage mit Freunden, und dann ging es

 

leider – wieder zurück in den Alltag.

 

 

Fazit der Reise:  Kroatien und Österreich – wir kommen wieder !!

 

 



 
 
Reisebericht vom 30.06.2008 bis 14.07.2008
 
Mecklenburger Seenplatte und Insel Rügen
 
 
 
 
Nach ca. 850 km erreichten wir am späten Nachmittag des 30.06.2008 unser 1. Urlaubsziel in Röbel am Müritzsee, dem größten See der Mecklenburger Seenplatte und gleichzeitig dem größten rein-deutschen See. Wir fuhren auf den Wohnmobil-Stellplatz am Yachthafen. Hier befinden sich Plätze für etwa 25 Wohnmobile. Der Platz kostet je Nacht/2 Personen inklusiv Strom 13,- €. Duschen kostet je Marke 1,-€. Die Sanitäranlagen sind absolut sauber. Am Platz sind Ver- und Entsorgungsanlagen vorhanden. Morgens ist eine Bäckerei-Verkaufsstelle für eineinhalb Stunden geöffnet. Bis zur Stadt Röbel ist es etwa 1 km. Gleich am Stadtanfang gibt es einen Supermarkt, in dem man alle Bedürfnisse des täglichen Bedarfs decken kann.
Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück entschieden wir uns für eine Radtour nach Waren, dem größten Ort am See. Die entsprechenden Radkarten gab es kostenlos beim Hafenmeister.
Die Tour ging über 31 km über gut ausgeschilderte Wege mit leichten Steigungen, teilweise durch Felder, teilweise durch Wälder, durch mehrere kleine Ortschaften und vorbei an 2 Radler - Stops (die wir natürlich auch nutzten) bis zum Hafen in Waren. Hier gönnten wir uns in der Altstadt im Gasthaus „Amboss“, einer ehemaligen Schmiede mit noch älterem Kopfsteinpflaster (ganz urig!), ein „Radler“ und eine kleinen Imbiss, und dann ging es über die selbe Strecke zurück. Wir hätten auch die Möglichkeit gehabt, mit einem Fahrgastschiff zurückzufahren. Für die Strecke Waren / Röbel zahlt ein Erwachsener inklusiv Fahrrad 9,50 €. Aber weil wir das als unsportlich ansahen und super Wetter hatten, fuhren wir mit dem Rad zurück. Dabei mussten wir nach etwa der Hälfte des Weges wieder einen der Radler – Stops in Anspruch nehmen und eine kleine Pause einlegen.
Nach Ankunft am Wohnmobil duschen, relaxen und anschließend Essen gehen. Der 1. Urlaubstag war also schon mal ein voller Erfolg.
 
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Lenz auf den dortigen Stellplatz Der Platz ist herrlich gelegen am Eingang des Kanals vom Plauer See Richtung Malchow. Leider mussten wir feststellen, dass der Platz völlig belegt war. Also mussten wir einen Ausweichplatz suchen. Wir landeten nur wenige Kilometer weiter auf dem Campingplatz „Naturcamping Malchow“. Hier gibt es vor der Schranke einige Stellplätze. Gegen Aufpreis nahmen wir die Einrichtungen des Platzes (Toiletten und Duschen) mit in Anspruch.
Für unsere Fahrradtour am nächsten Morgen hatten wir uns die halbe Strecke um den Plauer See ausgesucht. Durch einen Wald ging es etwa 4 km wieder nach Lenz (Stellplatz immer noch voll belegt!!). Von hier mit dem Fahrgastschiff nach Plau (Fahrpreis je Person mit Fahrrad 6,50€, Fahrtzeit 30 Minuten) In der Stadt gibt es einiges zu sehen, unter anderem die „Hühnerleiter“, eine stählerne Hubbrücke mit einer Hubhöhe von 180 cm. Außerdem gönnten wir uns ein ganz frisches Fischbrötchen. Hmm, lecker! Dann über die nördliche Route am Plauer See entlang zurück zum Campingplatz. Der Radweg führte teilweise durch Wald und schmale Feldwege, teilweise an der Bundesstraße entlang. Abends gab es dann noch ein, zwei Bier im dortigen Biergarten, und ab in die Heia.
 
 
Am nächsten Morgen schön gefrühstückt, zusammengeräumt und Abfahrt an den Kummerower See, dem fischreichsten See der Seenplatte, nach Sommersdorf. Hier gibt es einen WoMo-Stellplatz vor der Schranke. Allerdings sollte man sich vorher mit allem nötigen versorgt haben. Der Platz liegt gut 2 km außerhalb des Ortes und hat nur ein sehr beschränktes Angebot im Laden.
Von hier aus fuhren wir morgens nach dem Frühstück (Brötchen-Bestellung war immerhin möglich) mit dem Fahrrad um den See, eine Strecke von 44 km. Am Einlauf des Flusses Peene gibt es mitten im Moor gelegen das Gasthaus „Moorbauer“. Der Wirt ist auch gleichzeitig Fährmann. Er setzt Personen und Fahrräder für 2,50 € ans andere Ufer über. Am Auslauf der Peene gibt es ebenfalls eine kleine Fähre an der Station „Aalbude“. Übersetzen ist hier nur halb so teuer. Fischbrötchen gab es allerdings nicht. Der Name täuschte, der Stand war geschlossen. Ansonsten ging es über gut ausgeschilderte Radwege, die wegen der schlechten Befahrbarkeit teilweise diesen Namen nicht verdienten (Mahlsand, Schlaglöcher), zurück zum Stellplatz. Erstmal ein kühles Radler, und dann nach dem Duschen relaxen.
 
Am Abend hatten wir uns entschlossen, die Mecklenburger Seenplatte kurzfristig vorübergehend zu verlassen.
Nach den Frühstück fuhren wir los auf die Insel Rügen. Das Navigationsgerät zwang uns zwar zwei mal zu Umwegen, weil es über zu kleine Brücken ging, aber irgendwann kamen wir auf der Insel an. Wir suchten uns einen Stellplatz aus, der leider belegt war. Was blieb uns anderes übrig als weiterzufahren und ausgeschilderte Stellplätze zu suchen. Das war unser Glück. So landeten wir auf dem „Wohnmobilhafen Sellin“ und waren begeistert. Der Platz war erst Mitte Mai in Betrieb genommen worden. Der Betreiber gibt jedem Mobilisten gern allerhand Tipps für das „drunherum“. In den Sanitäranlagen hätte man vom Boden essen können. Bei unserer Ankunft war gerade ein Redakteur der „ProMobil“ vor Ort und begutachtete den Platz. Es gibt Plätze für ca. 45 WoMo`s. Der Platz kostet pro Nacht 12,-€ , Stromsäulen sind vorhanden, alle Ver- und Entsorgungsanlagen ebenfalls. Zum Ort und zum Supermarkt sind es etwa 300 Meter. Die Preise im Ort Sellin, obwohl ein bekannter Ostsee-Badeort, sind absolut in Ordnung.
Wir fuhren am nächsten Morgen mit dem Fahrrad auf sehr gut beschilderten Radwegen (nicht ohne einige anständige Steigungen in diesem angeblich so flachen Land zu meistern) nach Putbus (ca. 22 km, fast immer am Wasser entlang) und von dort mit der noch mit Dampfloks betriebenen Rügener Kleinbahn, der Schmalspur-Bahn „Rasender Roland“ zurück nach Sellin. Für die Strecke von Putbus über Binz nach Sellin ( ca 35 km) benötigte der Zug mal eben 1 Stunde. Aber es war ein Erlebnis. Fahrradmitnahme ist in extra mitlaufenden Fahrrahwaggons möglich. Für 2 Personen und 2 Fahrräder zahlten wir 17,- €. Der Kontrolleur stieg während der Fahrt von einem zum anderen Wagen um. Na gut, bei der Geschwindigkeit…Aber es hat Spaß gemacht!
Ab Sellin, wo wir den Zug verließen, fuhren wir noch mal nach Göhren (etwa 7 km entfernt), um uns noch mal „auszutoben“, und nach einem großen Radler wieder zurück zum Stellplatz.
Also, Rügen hat was. Und an Stellplätzen mangelt es nicht. 
 
 
Am nächsten Tag mussten wir in eine Werkstatt in Bergen fahren und zum Glück nur eine Kleinigkeit reparieren lassen (es ist eben ein Fiat!). Anschließend fuhren wir auf die Halbinsel Ummanz auf den Campingplatz Suhrendorf. Es handelt sich um einen 4-Sterne-Platz mit sehr guten Sanitär-Einrichtungen sowie einigen Freuzeit-Einrichtungen wie Mini-Golf, Kinder-Spielmobil und Tischtennis. Der Platz liegt in Strandnähe. Aber sonst liegt in der Nähe des Platzes…nichts! Da auch nicht das richtige Wetter war für eine Fahrradtour, packten wir gleich am nächsten Morgen unsere sieben Sachen wieder ein und fuhren weiter.
 
Bereits gegen Mittag erreichten wir dann Sassnitz und fuhren in den Stadthafen. Dort ist für eine Gebühr von 8,-€ (zu entrichten im Hafenbüro) die Übernachtung auf dem Parkplatz möglich. Das Wetter war wiederum nicht zum Radfahren geeignet. Also setzten wir uns auf ein Ausflugsschiff und fuhren entlang der bekannten Kreidefelsen-Küste (Fahrtdauer knapp 2 Stunden, Kosten je Person 11,50€). Eine Fahrt, die sich wirklich gelohnt hat. Danach spazierten wir durch die Stadt und anschließend wieder zum Hafen zurück zum Essen. Möglichkeiten hierzu gibt es im Hafen an jeder Ecke, und zwar gut und günstig. Das Top-Angebot ist in jedem Lokal der frische Fisch in allen Variationen. Lecker! Wir fanden direkt an der Fischhalle ein super gutes Lokal mit Räucheröfen im Gastraum. Mal was ganz anderes (aber Rauchen war verboten!). Besseres und frischeres geräuchertes Schollenfilets habe ich nie gegessen.
 
 
Nachdem wir jetzt 5 Tage auf Rügen waren, starteten wir wieder durch aufs Festland. Es ging zurück an die Mecklenburger Seenplatte nach Waren am Müritzsee auf den Campingplatz Kammerun. Hier gibt es eine n seperaten WoMo-Stellplatz. Die Nutzung der Sanitäreinrichtungen ist gegen Sonderzahlung möglich. Wieder kein Wetter zum Radfahren!
Wir fuhren deshalb (natürlich doch mit dem Rad, nur 3 km) in die Stadt und sahen uns die Altstadt und den Hafen an. Später auf der Rückfahrt wurde uns dann noch richtig „der Kittel gewaschen“. Am WoMo dann die nassen Kleider aus und relaxen. Abends haben wir dann noch zusammen was leckeres gekocht und ab ins Bett. Aber wenn morgen das Wetter besser ist, dann… endlich wieder aufs Fahrrad!!
 
Am nächsten Morgen… das Wetter spielte mit! Endlich wieder ab aufs Fahrrad und los! Wir fuhren nach Waren und dann von dort die östliche Route um den See (die andere Seite war uns ja schon bekannt) über ein paar kleinere Orte bis nach Röbel. Immerhin 60 km. Natürlich änderte sich das Wetter auf die letzten 2 km: Nieselregen vom Feinsten. Aber wir erreichten den Hafen Röbel rechtzeitig und erreichten ein Fahrgastschiff der weißen Flotte. Für den Preis von 21,-€ (2 Personen, 2 Fahrräder) konnten wir uns die Weiterfahrt mit dem Fahrrad ersparen bei dem Sch…wetter. Die Überfahrt dauerte jedoch genau so lang wie die Fahrt mit dem Rad….volle 2 Stunden. Unterwegs wurden noch 2 Anleger angefahren, jeweils im Zick-Zack über den See. Gegen 19.00 Uhr waren wir endlich wieder am WoMo und konnten uns ausruhen. Nach dem Duschen gingen wir ins etwa 800 m entfernte Restaurant „Kamerun“ und nahmen ein letztes Fisch-Abendessen ein.
 
Den nächsten Tag verbrachten wir mit rumgammeln und wieder einen Bummel durch die Altstadt. Außerdem begann an diesem Tag das Hafenfest. Viele Möglichkeiten zum Essen und Trinken. Wie für mich gemacht.
 
Am nächsten Vormittag traten wir…leider…die Heimreise an. Wir fuhren teilweise Autobahn, teilweise über die Dörfer bis zu unserem ausgesuchten Übernachtungsplatz in Kirchheim (Abfahrt 87 der BAB von Kassel Richtung Frankfurt, nur 5 km von der BAB entfernt) und am nächsten Tag weiter Richtung Heimat.
 
Fazit: Mecklenburger Seenplatte und Insel Rügen… lohnt sich auf jeden Fall !!!  

 

 

 

 Reisebericht Kärnten / Österreich September 2009

Bei unserer Reise durch Kärnten wollten wir eigentlich auf einem Platz im Gailtal übernachten. Wir landeten auf dem Campingplatz "Schluga- Camping" in Hermagor-Obervellach, ca, 1,5 km außerhalb der Stadt Hermagor an der B 111 gelegen. Es gibt an der Bundesstraße 111 etwa 4 km vorher auch noch einen Platz "Schluga Seecamping"in der Nähe des Presseggersees gelegen. Der See ist über eine Fußgängerbrücke über die B 111 erreichbar. Dieser Platz ist allerdings nur bis etwa Mitte September geöffnet.

Vor dem von uns gewählten Platz gibt es einen Stellplatz für 6 WoMo`s, wobei die Einrichtungen des Campingplatzes genutzt werden können.

Innerhalb des Platzes gibt es für WoMo`s  ideal geschotterte Plätze. Der gesamte Platz ist in Bereiche aufgeteilt (1-5) und es gibt Standart- und Komfortplätze (Wasser, Abwasser, TV-Anschluss) Strom gibt es bei Bedarf an jedem Platz. Der Platz kostet je Nacht 7,15 €. In der PRO-MOBIL-Zeitschrift ist regelmäßig eine Werbeanzeige des Platzes, die ausgeschnitten und bei Anreise vorgelegt als Gutschein für 1 Übernachtung angenommen wird, auch bei nur 1 Übernachtung auf dem Platz.

Bei unserer Ankunft waren noch die Sanitärhäuser West, Mitte und Nord geöffnet.Wir belegten den Platz Nr. 124 in unmittelbarer Nähe des San-Gebäudes Mitte. An diesem befindet sich ein 6x12,5 m großer beheizter Pool, der auch reichlich von uns genutzt wurde.

Der Platz ist mit allem ausgestattet, was man sich denken kann: Camping-Shop, Restaurant, Fitness-Studio, Sauna, Jugendraum, Streichel-Stall mit Kleintieren, Tischtennisraum, Müllentsorgung mit Trennung, WoMo-Ver-und Entsorgung.

Infos über alle möglichen Veranstaltungen und Unternehmungen gibt es jederzeit an der Rezeption.

Eine sogenannte "Mittagsruhe" wurde aufgrund von Beschwerden der ankommenden Camper vor einiger Zeit vernünftigerweise abgeschafft. Die Einfahrt ist also jederzeit zwischen 07:00 und 22:00 Uhr möglich.

Wir als begeisterte Radfahrer haben uns als "Freizeitbeschäftigung" folgende Tour ausgesucht:

Mit dem Zug von Hermagor nach Villach (Preis für 2 Personen mit Fahrrad = 23,50 €) und von dort dem ausgeschilderten Radweg R 3 folgend immer am Ufer der Gail oder der Bahnstrecke entlang über ca. 52 km zurück nach Hermagor. Die Strecke verläuft überwiegend abseits des Straßenverkehrs und ist leicht hügelig. Für Familien mit Kindern oder Ungeübte ist allerdings der Weg in Gegenrichtung zu empfehlen, da diese Richtung tendenziell leicht bergab geht (Höhenunterschied der Strecke ca 200 m).

Nach der Rückkehr am Platz erst mal ein kühles Bier, dann eine Runde im beheizten Pool und dann eine Stärkung im Restaurant. Prima !

Unser Fazit: auf jeden Fall EMPFEHLENSWERT ! 

 

 

 

Reisebericht "freecamper"  04. bis 10.05.2013


Im Herbst 2012 bekam ich Post von der Redaktion der „Promobil“. Hatte ich doch bei der Teilnahme an der Wahl der Stellplätze 2012 tatsächlich den 3. Preis gewonnen: 1 Woche auf dem „freecamper“ im Wert von 870,- €. Super!!
Mit dem Anbieter Herrn Frielinghaus persönlich machte ich bereits im November den Termin für diese Woche Urlaub aus. Alle wichtigen Vorab-Infos wurden mir rechtzeitig und vollständig zugesandt.
Da meine Frau nicht unbedingt eine „Wasserratte“ ist und mein Schwager und ich für das Frühjahr sowieso eine Angel-Tour geplant hatten, fuhren wir gemeinsam bereits am 02. Mai los. Wir fuhren gemütlich über Landstraßen. Nach einer Übernachtung in Weißensee (Thüringen) erreichten wir bereits am frühen Nachmittag des 03. Mai unser Ziel, die Kleinstadt Zehdenik, nördlich von Berlin gelegen. In der dortigen Tourist-Info kauften wir, natürlich nur nach Vorlage gültigen Angel-Ausweise, für 25 € unsere Wochen-Angelkarten  für den Bereich DAV-Gewässer im Land Brandenburg.
Von hier ging es noch ca. 12 km weiter in den Ortsteil Mildenberg zum dortigen Hafen „Alte Ziegelei“, der Basisstation der freecamper. Hier wurde in und an einem alten Industrie-Gelände eine Anlage mit Ausstellungsflächen, Freiflächen, Gastronomie und mehreren Hafenanlagen geschaffen. Am Samstag nach unserem Eintreffen fand dort auch eine Ausstellung und Vorführung von alten Dampfmaschinen sowie ein großer Flohmarkt statt.
Wir meldeten uns beim Hafenmeister und konnten zusammen mit weiteren Wohnmobilen auf einer Wiese übernachten, um am nächsten Tag „unseren“ freecamper zu übernehmen. Das Boot bzw. Motor-Floß war ganz neu und daher noch namenlos. Es war die erste Tour überhaupt für das gute Stück. Wir waren stolz, die Jungfern-Fahrer zu sein.

Nach Erledigung aller schriftlichen Formalitäten und einer Kautions-Hinterlegung von 750 € fuhren wir auf das Boot. Anschließend wurde das Wohnmobil auf dem Boot mit Spannvorrichtungen befestigt und wir wurden in die Technik des Boots und des an Bord befindlichen Zubehörs eingewiesen. Es handelt sich bei dem freecamper um einen sogenannten Trimaran mit 3 Schwimmkörpern und einem 60-PS-Außenborder und einem „ebenerdigen“ Steuerstand. Die freecamper für Wohnwagen haben nur 2 Schwimmkörper, einen 40-PS-Außenborder und einen erhöhten Steuerstand, erreichbar über eine Leiter.
Dann ging es los: Einweisungsfahrt mit einem Mitarbeiter von Herrn Frielinghaus. Drehen auf kleinem Raum sowie Anlege-Manöver, erlaubte Fahrgeschwindigkeit (9 km/h)  und Kurvenfahrt  wurden geübt. Außerdem gilt für den Bootsführer 0,0 Promille. Die Wasserschutzpolizei kontrolliert regelmäßig die Mietboote. Einen Bootsführerschein benötigt man nicht, aber die Einweisungsfahrt ist für jeden Bootsfahrer Pflicht und kostet 60 € extra. Schon bei der Einweisung merkten wir, dass das Boot aufgrund seiner 3 Schwimmkörper schwerer zu fahren ist als ein normales Boot, mit denen wir von mehreren Irland-Touren her bereits Erfahrung hatten. Also….immer schön vorsichtig. 750 € Kaution!!
Dann ging es endlich allein los. Unser Bereich, der nach der an Bord befindlichen Karte vorgegeben ist, war der Bereich Oberhavel. Die Havel ist fast im gesamten Bereich naturbelassen, also nicht kanalisiert. Ein wunderschönes und sehr ruhiges Bootsrevier, an dessen Ufern man häufig auch Stellen sieht, wo Biber sich ausgetobt haben.
Das Kartenmaterial an Bord sowie die Kilometer-Beschilderung am Ufer ist sehr gut und gewährleistet, dass man  jederzeit seinen derzeitigen Standpunkt kennt. Für uns als Angler ist es allerdings schade, dass das Ankern im Fluss sowie das Festmachen an Uferbewuchs nicht erlaubt ist, auch wenn genug Platz vorhanden ist.
Die Schleusen der gesamten Strecke werden automatisch betrieben. Bei Ankunft vor der Schleuse zieht man an einem grünen Griff (in einem Metallkasten, jeweils gut markiert) und meldet sich an. Dann erscheint auf einer Leuchtschrift-Tafel vor dem Schleusentor die Laufschrift „Schleusung wird vorbereitet“ oder „Gegenschleusung abwarten“ und die Ampel zeigt Rot. Bei Grün geht es in die Schleuse….immer schön vorsichtig!!   

Nach gemütlicher Fahrt bei schönstem Wetter (übrigens die ganze Woche) und dem Passieren mehrerer Schleusen erreichten wir unser Tagesziel Bredereiche. Gleich hinter der dortigen Schleuse befindet sich der Gäste-Anleger mit Platz für 8 Boote. Die Liegegebühr wird nach Länge des Boots berechnet. In unserem Fall: 12 Meter gleich 12 €. Der Anleger gehört zum ca. 100 m entfernten Gasthaus „Bootshaus“, in dem sich auch die Sanitär-Anlagen befinden. Gebühr für die Dusche beträgt allerdings 2 €. Dafür war das Essen günstiger und sehr gut. Es gab gute Hausmannskost. Auf der Karte Angebote zwischen 5 und 10,50 €.
Für mich gab es Spargel mit Schnitzel, dazu einige frisch gezapfte Biere, und dann ins Bett. Das hat schon was….. schlafen auf dem Wasser im eigenen Bett!
Da es am Anleger sehr ruhig war und wir endlich angeln wollten, blieben wir den ganzen Tag dort und sogar die nächste Nacht. Essen gab es wieder im Bootshaus, genau so lecker wie am Vorabend. Wir mussten Essen gehen, weil die größeren Fische unsere Köder bisher einfach ignorierten.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es einige Kilometer weiter, vorbei an dem direkt am Ufer gelegenen Campingplatz Zootzen, in den Stolpsee. Hier ankerten wir vor einem Schilfgürtel und konnten bei absoluter Ruhe bis zum Nachmittag angeln, leider wieder nur Kleinfische, aber jede Menge.

Am Nachmittag lichteten wir den Anker und fuhren über den Stolpsee in den Schwedtsee zum Bootshafen in Fürstenberg. Die Einkaufsmöglichkeiten sowie ein Angel-Fachgeschäft waren alle zu Fuß erreichbar. Und das Gasthaus „Zur Linde“ , ein altes und sehr schön hergerichtetes Fachwerkhaus, lag ebenfalls auf dem Weg. Also….nichts wie rein! Schön hier, und wieder gut und preiswer


Weil unser Boot ganz neu war und eine Inspektion des Außenborders anstand, hatte uns Herr Frielinghaus gebeten, am nächsten Vormittag bei einer Werft am Baalensee, nur wenige Kilometer vom Bootshafen Fürstenberg entfernt, anzulegen. Für diese Gefälligkeit unsererseits hat Herr Frielinghaus uns am Ende der Reise noch einen Teil der Benzinkosten erlassen. Während der Inspektion konnten wir am Anleger der Werft angeln. Hier ging dann endlich ein Abendessen, ein schöner Hecht, an den Haken. Anschließend fuhren wir zurück zum Anleger Fürstenberg und bauten den mitgeführten Elektrogrill auf. Beim Grillen des Hechts gab es viele neidische Blicke von den Nachbarbooten. Aber das störte uns nicht.
Am nächsten Tag versuchten wir unser Angler-Glück im Tiefwasser mitten auf dem Schwedtsee. Aber die Hechte hatten sich aus Trauer um ihren Kameraden vom Vortag wohl alle versteckt. Egal, uns ging es ums Angeln selbst, nicht unbedingt um die Fische. Wir fuhren anschließend über den Stolpsee zurück bis zum Sportboot-Anleger in Himmelpfort, einem kleinen gemütlichen Ortsteil von Fürstenberg. Hier wird die Liegegebühr an einem Automaten bezahlt, pauschal 10 €, Duschen ebenfalls kostenflichtig. Wir gingen ins Dorf und kauften für unser Abendessen ein. Anschließend wurden noch ein paar Würmer und Maden gebadet. Die anschließende Nachtruhe war wirklich eine solche….nichts war zu hören, bis morgens die ersten Boote wieder fuhren. Dann machten wir uns langsam auf den Weg in die Gegenrichtung und fuhren, vorbei am Ufer des Campingplatzes Himmelpfort, über Bredereiche  bis zum Anlegesteg am „Fährhaus“ in Burgwall. Natürlich war hier allerhand los. Es war „Männertag“, und überall ging die Post ab. Wir gönnten uns ein paar Bier und etwas zum Essen (wieder sehr gut!) und ließen uns von der Kellnerin einen Beleg über den Verzehr geben. Diesen sichtbar an der Seitenscheibe des Wohnmobils angebracht, und die Übernachtung am Anleger war kostenfrei.
Am letzten Morgen hatten wir nur noch einen Weg von 6 km vor uns. Kurz nach Erreichen der Basisstation wurde der Anleger, der speziell für die freecamper gebaut wurde (elektrisch höhenverstellbar, spezielle Halterungen mit Sicherungsbolzen) frei. Wir konnten zügig runterfahren und das nächste schon wartende Wohnmobil konnte an Bord fahren. Nach Abrechnung des Benzins (wir hatten 47 Liter verbraucht) und Auszahlung der Kaution machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Fazit:
Angeln macht Spaß, Wohnmobil-Touren machen Spaß, aber Angeln „aus dem  Fenster“ muss man mal erlebt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ronald-FromkeÜber michFotoalbumKontaktReiseberichte